Zur Bewältigung einer Krise oder Herausforderung gehört die Akzeptanz dessen, was geschehen ist. Ob man verlassen worden ist, den Job verloren hat oder eine Idee, die wirklich verlockend war, nicht aufgegangen ist, die Trauer und die Enttäuschung haben einen wichtigen Platz und dürfen gespürt werden. Dann machen sie auch wieder Raum für neue Pläne und Möglichkeiten. Wir dürfen uns eingestehen, dass wir gescheitert sind oder etwas verloren haben. Das braucht Zeit und Aufmerksamkeit.

Gehen wir zu schnell über unsere unangenehmen Gefühle hinweg, bleiben sie gespeichert und werden sich immer wieder melden. Erst wenn sie wirklich geachtet und gefühlt sind, wird wieder Raum für bewussten Optimismus frei.

Was musst du als gescheitert oder beendet akzeptieren?

Welche dazugehörigen Gefühle dürfen jetzt gespürt werden?

Akzeptieren wir die Ohnmacht und das Ausgeliefert-Sein, finden wir leichter wieder Wege, die uns aus dem Tief herausführen.

Was tun wir nicht alles, um der Angst zu entgehen? Unbewusst bleiben wir in Beziehungen, die uns längst nicht mehr gut tun, harren am ungeliebten Arbeitsplatz aus, verändern nichts an der Wohnsituation... und schon gar nicht gehen wir die Realisierung unserer Lebensträume an. Alles aus Angst.


Die Seele strebt nach Heilung, sage ich manchmal zu den Menschen, mit denen ich arbeite. Damit meine ich, dass gerade das schmerzhafte Erleben, das im Moment vorherrscht, schon der Weg zur Heilung ist.


Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Ein hoher Anspruch.


Auf der SystConnect Konferenz in Wien habe ich einen Vortrag zum Thema "Wunder einladen - spirituelle Haltung in der Strukturaufstellung" gehalten. Hier kannst du in den Mitschnitt reinhören: 


"Vergiss die Vergangenheit, verliere dich nicht in das Grübeln über die von dir begangenen Fehler; Gewissensbisse sind eine Form von Hochmut.


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