Klar sollen wir positiv denken. Denn Energie folgt der Aufmerksamkeit, sagen schon die Hawaiianer*innen. Mit unserer Aufmerksamkeit lenken wir die Lebensenergie und beeinflussen damit auch die Ergebnisse, die wir erzielen und die Erfahrungen, die wir machen. Aber manchmal ist es eben nicht positiv, was wir so erleben und erfahren.
Ich glaube, dass jede Zeitqualität auch eine Lernaufgabe bereit hält. Eine Lernaufgabe unserer Zeit ist wohl die Kommunikation. Jetzt wäre es leicht auf „die da oben“ zu schimpfen, diese oder jene Vertreter einer Einstellung oder die Medien… stimmt schon, nicht alles an diesen Kommunikationsformen und Kanälen finde ich gelungen.
Oft begegnen mir Menschen, die nach mehr Leichtigkeit streben. Ein sehr verständlicher Wunsch. Das Leben stellt uns oft vor schwierige Herausforderungen, da ist das Bedürfnis nach mehr Freude, Leichtigkeit, Freiheit und Glück sehr nachvollziehbar.
Manchmal bin ich richtig stolz. Auf mein Leben, auf meine Arbeit, auf meine Bücher, meine Erfahrungen… ich kann zur Zeit reichlich ernten.
Und dann merke ich immer wieder, dass Stolz zwar ein gutes Gefühl, aber nicht ganz treffend ist.
Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mein Denken auf all das beschränke, was ich schon kenne. Vielleicht sogar auf die schlechten Erfahrungen, die Enttäuschungen und die Beschränkungen, die das Leben eben so bietet.
Dieser Kernsatz der hawaiianischen Philosophie besagt, dass wir unsere Energie automatisch dorthin lenken, wohin unsere Aufmerksamkeit geht. Wir nähren mit unserer bewussten und unbewussten Ausrichtung und erschaffen damit unsere Wirklichkeit.
„Schau dem Glück ins Auge wie einem Herausforderer“
Diesen Satz habe ich unlängst gelesen. Und eine ganze Weile darüber nachgedacht. Sollten wir das Glück nicht vielmehr einladen und begrüßen? Ihm die Tür öffnen und es dann möglichst festhalten? Wieso entschwindet es dann immer wieder von selbst?