Ich genieße diese schöne Zeit gerade sehr. Das Blühen und Gedeihen rundherum hilft mir auch, meine eigenen Prozesse wachsen zu lassen. Dabei bin ich natürlich immer wieder gefordert – manchmal von der Geschwindigkeit, mit der sich gerade so vieles verändert. Und noch viel öfter von der Geduld, die es braucht, damit sich große Entwicklungen zeigen und verwirklichen können.
Manchmal fordert uns das Leben heraus. Manchmal leise und beinahe unbemerkt. Manchmal kraftvoll, überraschend oder anstrengend. Und manchmal ruft uns etwas, obwohl wir noch gar nicht wissen, wohin die Reise gehen soll.
Das neue Jahr ist zwar nur ein symbolischer Zeitpunkt und doch eine gute Gelegenheit, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, was ich in mein Leben einladen möchte.
die Frage, wie viele Beteiligte eine glückliche Beziehung hat, würden wir wohl normalerweise mit „zwei“ beantworten. Ganz egal, ob um die Beziehung zu einem/einer Partner:in geht, die Beziehung zu Familienangehörigen, Freund:innen oder Kolleg:innen…
„it takes two, to tango“, so ein englisches Sprichwort.Was aber tun wenn die anderen eben nicht mit-tun?
Hier meint der hawaiianische Autor Serge Kahili King folgendes: „Es braucht nur eine:n, um eine glückliche Beziehung zu haben“. Eigentlich viel einfacher. Wenn auch nicht unbedingt auf den ersten Moment verständlich. Es braucht nur eine:n heißt, dass wir selbst immer und jederzeit unsere Zugänge, unsere Muster, unsere Reaktionsweisen verändern können. Zugegeben: auch nicht immer gleich ganz leicht. Aber möglich, wenn wir unsere Muster kennen, unsere Triggerpunkte und unsere Verletzungen. Alles, was wir in uns selbst würdigen und heilen, kann sich auch verändert in unseren Beziehungen zeigen.
Glaube ist, wo meine Seele ein Dach über dem Kopf hat. So beschreibt es Andrea Geiger im neuen Podcast „Religion & Glaube".
Vielleicht fällt es gerade jetzt, in der schönen Jahreszeit, besonders auf: das Gefühl, allein zu sein, während ringsum alles aufblüht. Mit dem Frühling erwacht nicht nur die Natur – auch das Bedürfnis nach Nähe, Wärme und echtem Zusammenhalt wird spürbarer.
Wir Menschen sind soziale Wesen. Fehlen uns tiefe Verbindungen, leidet nicht nur die Seele – auch Körper und Geist reagieren darauf. Dabei sind solche Verbindungen nicht auf Partnerschaften beschränkt. Bedeutsame Freundschaften, verlässliche Kontakte, ein lebendiges soziales Umfeld – das alles sind keine Extras, sondern menschliche Grundbedürfnisse. Bedürfnisse, die durch Likes und Herzchen auf Social Media nicht gestillt werden können.
Wir brauchen einander. Wir brauchen die Resonanz des anderen, manchmal auch die Reibung und die Auseinandersetzung – um uns selbst zu spüren, um zu wachsen, um wirklich da zu sein.
Es klingt seltsam, aber das Jahr 2025 neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Für mich ein intensives Jahr mit vielen Auf und Abs und zum Glück insgesamt guten Entwicklungen.